August Albrecht

Gründer des bergmännischen Traditionsvereins

 
Als im Jahre 1992 die Stillegung der letzten beiden Schachtanlagen Emil Mayrisch und Anna anstanden, ließ dies August Albrecht nicht ruhen. August, als Reviersteiger tätig und mit Leib und Seele Bergmann wollte nicht wahrhaben, dass nun alles vorbei sein sollte.  Er wollte etwas von dem, was nachweislich das Aachener Revier darstellte, erhalten.

Nach Rücksprache mit vielen Kollegen und Kumpel wurde der Gedanke geboren, ein Bergbaumuseum zu gründen. Schon am 28.03.1992, traf man sich mit 28 Gleichgesinnten und gründete den Bergmännischen Traditionsverein, der notwendig war, um Exponate vom E.B.V. bekommen zu können.

Es wurde ein Vorstand gewählt und August übernahm mit Freude das Amt des 1. Vorsitzenden. 2. Vorsitzender: Horst Albers, Kassenverwalter: Heinz Boost und Schriftführer: Peter Skropke. Am 2.6.1992 wurde der neue Verein bereits ins Vereinsregister am Amtsgericht Jülich eingetragen.

Nun war August In seinem Element. Er besorgte viele Exponate von der Grube, wie z.B. Förderwagen. Personenwagen, Loks, Lademaschinen, Seilscheiben, Ausbauteile wie Schilde und Stempel, u.s.w..

Diese Exponate sollten in Aldenhoven und seinen Ortsteilen ausgestellt werden. Dazu begeisterte August die Gemeindeverwaltung und den Rat der Gemeinde, um Standorte und die nötige Unterstützung zu erhalten. Auch Rheinbraun wurde ins Boot geholt, um schweres Gerät zum Transport der Exponate zu bekommen. Es wurden Fundamente errichtet und bald standen überall Bergbauutensilien.

Als nächste große Aufgabe sollte ein Bergmannsdenkmal errichtet werden. Unermüdlich war August mit seinen Mannen mit der Geldbeschaffung aktiv. Mit Unterstützung der Bevölkerung, der Geschäftswelt, Banken und der öffentlichen Hand war es endlich geschafft und am 04.12.1995 konnte das vom Künstlerpaar Fernandes geschaffene Denkmal eingeweiht werden.

Aber immer noch fehlte ein Raum oder ein Gebäude, um alle gesammelten Utensilien ausstellen zu können. Durch eifrige Bemühungen gelang es für eine Übergangszeit, von Rheinbraun in Inden ein Gebäude, das auf den Abriss wartete, zu bekommen.

Am 01.03.1995 wurde das erste Bergbaumuseum in Inden eröffnet.

Doch die Zeit drängte und nach viel Überzeugungsarbeit durch August und seine Mitglieder, beschloss der Rat der Gemeinde Aldenhoven am 01.07.1996, dem Bergmännischen Traditionsverein das ehemalige Kapuzinerkloster und spätere Haus Vaahsen zu überlassen.

Ein Um- und Ausbaukonzept wurde vorgestellt und für gut befunden, sodass die ersten Gelder flossen und mit vielerlei Hilfen weitere beantragt werden konnten.

Nun gab es für August kein halten mehr. Unermüdlich war er auf der Baustelle, organisierte und schaffte, sodass nach 18 Monaten und 16.000 Arbeitsstunden am 28.11.1997 das Bergbaumuseum unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und mit sehr viel Prominenz eröffnet werden konnte.

Dank dem unermüdlichen Einsatz von August und den Mitgliedern des Vereins, deren Anzahl mittlerweile auf 300 angestiegen war, wurde ein großes Werk vollbracht.

August Albrecht war von 1992 bis 2003 1. Vorsitzender des Bergmännischen Traditionsvereins. Leider erkrankte er schwer und musste den Vorsitz niederlegen. Für den Verein war dies ein schwerer Verlust.

Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und hat manche Ehrungen erfahren.

Nach Erweiterung des Museums um einen weiteren Saal, wurde dieser zu Ehren von August, bei der Einweihung am 08.12.2003 zum „August Albrecht-Saal“ getauft.

Am 24. September 2006 starb August nach langer Krankheit. Mit ihm ist ein Kumpel und der erste Antriebsmotor für den Verein und das Museum von uns gegangen.

Er bleibt uns unvergessen.